Donnerstag, 18. November 2010

Entenfütterung

Früher, früher war alles besser - alles viel, viel besser... Früher durfte man die Enten noch füttern! Zumindest ich durfte das. Wir hatten oft jede Menge getrocknetes Brot. Und wenn sich genug auf der Heizung angesammelt hatte, durften meine Schwester und ich - meistens zusammen mit Mama - zum nahegelegenen Stadtteich zuckeln, um die Enten zu füttern. Manchmal sind wir auch mit unseren Dreirädern hingedüst. Meins war rot, das von meiner Schwester rosa. Auf jeden Fall hats immer einen heiden Spaß gemacht. Schon als man mit der Tüte an den Teich getreten ist, kamen die Enten (und Möwen) von allen Seiten angeschwommen und quakten verlangend. Man konnte üben, die Brotstücke möglichst weit zu werfen und hat aufgepasst, dass wirklich alle Enten was bekamen. Nicht nur die größten. Also hat man sogar was über soziale Gerechtigkeit ganz nebenbei gelernt! Außerdem wurden zwischenmenschliche Fähigkeiten trainiert. Da entweder ich oder meine Schwester das LETZTE Brotstück werfen konnten, mussten wir uns ganz gerecht einigen. Entenfüttern war also pädagogisch wertvoll. Zumindest für uns. Und außerdem hats Spaß gemacht. Ich mochte die braunen Enten schon immer viel lieber als die grün bunten Erpel... Und was ist heute? Überall dicke Schilder mit FÜTTERN VERBOTEN... wie kann man nur auf so unpädagogische Gedanken kommen, wilden Tieren möglichst viele Freiheiten zu lassen? Das Recht auf freie Futtersuche gegen das Recht auf pädagogisch wertvolle Kindheitserfahrungen? Also wirklich... wer hat sich das nur überlegt... die armen Enten! Sie werden bestimmt verhungern ;)

Ich bin ein Findus Fan!

Genau! Ich bin ein Findus Fan... seitdem ich dieses tolle Bild gefunden habe, wollte ich das schon lange einmal bekunden. In meinem FSJ haben wir unsere WG ganz im Stil von Findus und Pettersson eingerichtet... an den Balken hingen Löffel, Sprungfedern und Glühbirnen. An der Wand klebten Gipshände, überdimensionierte Buntstifte und bunte Teeschachteln und unser Türstopper war ein großer Holzscheit namens Theodor, der aussah, wie ein kleiner Muckla. Jedenfalls mag ich diese Gemütlichkeit, die gleichzeitig so pfiffig ist und in allen Findusbüchern vorkommt. Noch dazu sind die Geschichten so wunderbar zum Träumen...

Zukunftsfragen...

...Zukunftsfragen beschäftigen uns alle irgendwie immer wieder. Bei mir ist's im Moment mal wieder dran. Ich warte auf eine Zu- oder Absage, die mein Leben dann verändern wird. Aber manchmal macht man sich völlig verrückt, ist unruhig, fragt und fragt und ist tierisch aufgeregt... und manchmal ist man völlig ruhig - alles scheint noch so unendlich weit weg - man denkt noch nicht an die Veränderung und lebt zufrieden im Hier und Jetzt. Oder ist das eine Verdrängungstaktik? Dann ein Brief im Kasten und alles wird so real - ist ja doch schon bald. Dann muss ich meine Wohnung kündigen, eine neue suchen, meine Freunde verlassen, mir ein neues Umfeld in einer fremden Stadt aufbauen, mich an einen Beruf gewöhnen, an neue Prüfer... hui ganz schön viel auf einmal. Vielleicht sollte ich mich doch verrückt machen und zumindest ein Bisschen aufgeregt sein? Ich weiß ja noch nicht mal, in welche Stadt die mich schicken... Wo geht's überhaupt hin? Wenn ich das wüsste... Aber irgendwie hab ich dieses mal keine Angst (bisher zumindest). Und dafür bin ich dankbar. Und das wollt ich mal sagen. Nicht zuletzt deswegen, weil ich weiß, mein Weg wird begleitet und wird gesegnet sein... zumindest früher oder später...