Mittwoch, 30. Juni 2010

Stempel

Stempel sind eigentlich Relikte aus Kindertagen. Manchesmal wurden bunte Bilder gestempelt. Buchstaben oder Kartoffeldruck oder die schöne Stempelfarbe, die so schön schwer von den Fingern wieder abgeht, gehören zu fast jeder Kindheit. Erste Versuche in der Grundschule das Schreiben zu erlernen, wurden mit Fara und Fu Stempeln belohnt. Ab und zu gab es auch mal nur ein Sternchen, dem je nach Leistung ein paar Zacken gefehlt haben. So war es zumindest bei mir. Die ganz guten bekamen dann ein Doppelsternchen. Nun da ich beruflich wieder in der Schule landen werde, muss ich mir überlegen, ob ich diese Stempel Tradition eigentlich weiter führen möchte?! Sind Stempel überhaupt pädagogisch wertvoll :) ? Oder leiden Kinder, die jahrelang nur ein halbes Sternchen, einen Daumen runter Stempel oder einen traurigen Smiley bekommen haben unter einem Stempeltrauma? Bei mir lösen Stempel überwiegend positive Erinnerungen aus. Wie schön einfach da die Schule noch war... vielleicht liegt es auch an den Stempelmotiven. Ich glaube Daumen runter Stempel werde ich vermeiden. Ich finde aber einer Kindheit darf man die Stempel einfach nicht stehlen...

Für Christian

Vertrauen ist der Sicherheitsfallschirm des Glaubens. Zieh die Reißleine des Vertrauens und du wirst sehen, du wirst gehalten. Mehr noch: du fängst an zu segeln, zu gleiten, zu fliegen!
Irgendwann hat man Spaß am Gleiten und braucht Fantasie, um es zu genießen!