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...bisher hat man das so "sichere" Restrisiko einfach wahrgenommen. Einfach hingenommen. Einfach mit in Kauf genommen. Zu Tschernobyl Zeiten war man schließlich erst 1. Und heute liegt es weit entfernt in einem - naja - ungenutzen Landstrich der Ukraine. Wenn ein Film im Fernsehen lief, der die Nutzung von Atomenergie problematisierte, hat man ab und zu auch mal ein mulmiges Gefühl im Bauch gehabt - sich auf Internetseiten einmal genauer über Tschernobyl informiert und kurzzeitig überlegt, sich der nächsten mahnenden Menschenkette um die AKWs einmal anzuschließen. Zumindest könnte man sich ja auch mal die "Nein-Danke-Sonne" aufs ehemals studentische Fahrrad kleben.
Aber jetzt gibt es Fukushima. Und das sichere Restrisiko wandelt sich. Wandelt sich in das volle Risiko einer unbeherrschbaren Technologie, in der auch unwahrscheinliche Fälle wahrscheinlich werden. Das mulmige Gefühl im Bauch ist selbst nach dem Aufstehen immer noch da und lässt sich irgendwie nicht mehr mit westlichem Wohlstandsalltag wegdenken. Und jetzt? Was ist richtig, was wichtig? Ein triumphierender Herr Gabriel? Ein in der ersten Reihe stehender Herr Trittin? Eine alles überdenkende Frau Merkel? Wie kann man das wissen?
Vielleicht sollte man sich an Peter Lustig halten, dessen letzte Worte bekanntlich immer "abschalten" waren. Das zumindest haben Kinder auch schon 1986 verstanden.
Früher, früher war alles besser - alles viel, viel besser... Früher durfte man die Enten noch füttern! Zumindest ich durfte das. Wir hatten oft jede Menge getrocknetes Brot. Und wenn sich genug auf der Heizung angesammelt hatte, durften meine Schwester und ich - meistens zusammen mit Mama - zum nahegelegenen Stadtteich zuckeln, um die Enten zu füttern. Manchmal sind wir auch mit unseren Dreirädern hingedüst. Meins war rot, das von meiner Schwester rosa. Auf jeden Fall hats immer einen heiden Spaß gemacht. Schon als man mit der Tüte an den Teich getreten ist, kamen die Enten (und Möwen) von allen Seiten angeschwommen und quakten verlangend. Man konnte üben, die Brotstücke möglichst weit zu werfen und hat aufgepasst, dass wirklich alle Enten was bekamen. Nicht nur die größten. Also hat man sogar was über soziale Gerechtigkeit ganz nebenbei gelernt! Außerdem wurden zwischenmenschliche Fähigkeiten trainiert. Da entweder ich oder meine Schwester das LETZTE Brotstück werfen konnten, mussten wir uns ganz gerecht einigen. Entenfüttern war also pädagogisch wertvoll. Zumindest für uns. Und außerdem hats Spaß gemacht. Ich mochte die braunen Enten schon immer viel lieber als die grün bunten Erpel... Und was ist heute? Überall dicke Schilder mit FÜTTERN VERBOTEN... wie kann man nur auf so unpädagogische Gedanken kommen, wilden Tieren möglichst viele Freiheiten zu lassen? Das Recht auf freie Futtersuche gegen das Recht auf pädagogisch wertvolle Kindheitserfahrungen? Also wirklich... wer hat sich das nur überlegt... die armen Enten! Sie werden bestimmt verhungern ;)
Genau! Ich bin ein Findus Fan... seitdem ich dieses tolle Bild gefunden habe, wollte ich das schon lange einmal bekunden. In meinem FSJ haben wir unsere WG ganz im Stil von Findus und Pettersson eingerichtet... an den Balken hingen Löffel, Sprungfedern und Glühbirnen. An der Wand klebten Gipshände, überdimensionierte Buntstifte und bunte Teeschachteln und unser Türstopper war ein großer Holzscheit namens Theodor, der aussah, wie ein kleiner Muckla. Jedenfalls mag ich diese Gemütlichkeit, die gleichzeitig so pfiffig ist und in allen Findusbüchern vorkommt. Noch dazu sind die Geschichten so wunderbar zum Träumen...
...Zukunftsfragen beschäftigen uns alle irgendwie immer wieder. Bei mir ist's im Moment mal wieder dran. Ich warte auf eine Zu- oder Absage, die mein Leben dann verändern wird. Aber manchmal macht man sich völlig verrückt, ist unruhig, fragt und fragt und ist tierisch aufgeregt... und manchmal ist man völlig ruhig - alles scheint noch so unendlich weit weg - man denkt noch nicht an die Veränderung und lebt zufrieden im Hier und Jetzt. Oder ist das eine Verdrängungstaktik? Dann ein Brief im Kasten und alles wird so real - ist ja doch schon bald. Dann muss ich meine Wohnung kündigen, eine neue suchen, meine Freunde verlassen, mir ein neues Umfeld in einer fremden Stadt aufbauen, mich an einen Beruf gewöhnen, an neue Prüfer... hui ganz schön viel auf einmal. Vielleicht sollte ich mich doch verrückt machen und zumindest ein Bisschen aufgeregt sein? Ich weiß ja noch nicht mal, in welche Stadt die mich schicken... Wo geht's überhaupt hin? Wenn ich das wüsste... Aber irgendwie hab ich dieses mal keine Angst (bisher zumindest). Und dafür bin ich dankbar. Und das wollt ich mal sagen. Nicht zuletzt deswegen, weil ich weiß, mein Weg wird begleitet und wird gesegnet sein... zumindest früher oder später...
Stempel sind eigentlich Relikte aus Kindertagen. Manchesmal wurden bunte Bilder gestempelt. Buchstaben oder Kartoffeldruck oder die schöne Stempelfarbe, die so schön schwer von den Fingern wieder abgeht, gehören zu fast jeder Kindheit. Erste Versuche in der Grundschule das Schreiben zu erlernen, wurden mit Fara und Fu Stempeln belohnt. Ab und zu gab es auch mal nur ein Sternchen, dem je nach Leistung ein paar Zacken gefehlt haben. So war es zumindest bei mir. Die ganz guten bekamen dann ein Doppelsternchen. Nun da ich beruflich wieder in der Schule landen werde, muss ich mir überlegen, ob ich diese Stempel Tradition eigentlich weiter führen möchte?! Sind Stempel überhaupt pädagogisch wertvoll :) ? Oder leiden Kinder, die jahrelang nur ein halbes Sternchen, einen Daumen runter Stempel oder einen traurigen Smiley bekommen haben unter einem Stempeltrauma? Bei mir lösen Stempel überwiegend positive Erinnerungen aus. Wie schön einfach da die Schule noch war... vielleicht liegt es auch an den Stempelmotiven. Ich glaube Daumen runter Stempel werde ich vermeiden. Ich finde aber einer Kindheit darf man die Stempel einfach nicht stehlen...
Vertrauen ist der Sicherheitsfallschirm des Glaubens. Zieh die Reißleine des Vertrauens und du wirst sehen, du wirst gehalten. Mehr noch: du fängst an zu segeln, zu gleiten, zu fliegen!
Irgendwann hat man Spaß am Gleiten und braucht Fantasie, um es zu genießen!
Ich seh deinen Wert, dein wirkliches Wesen. Das, was dich ehrt, kann ich in dir lesen. Ich kenne dein Herz, was auch geschieht, ich bin der Herr, der dich sieht. [...] Dein eigener Zweifel an deinem Wert entspricht nicht der Wirklichkeit. Deine Würde zu achten ist nicht verkehrt, in dir steckt meine Herrlichkeit.
- als Ermutigung -
In meinem FSJ war ich für gut zwei Wochen in einem Auslandsbaueinsatz in Kroatien... Sehr eindrücklich. Wisst ihr noch, dass da bis vor ein paar Jahren der Jugoslawienkrieg getobt hat? Noch immer ist viel kaputt, voller Granateneinschläge... Bei unserem Besuch dort ist sehr aufgefallen, dass die alte und auch die komplette mittlere Generation auf die Jugendlichen gesetzt hat. Die jungen Menschen gelten als Hoffnungsträger nach dem Krieg. Sie haben ihn als kleine Kinder mitbekommen aber konnten nichts dafür - auf sie wird jetzt geguckt, denn sie wollen raus aus der Depression, wollen Dinge ändern, bewegen und revolutionieren. Und sie tun es! Wenn zwei ganze Generationen soviel Hoffnung in dich haben und dir vertrauen, dann siehst du die Dinge mit gestärktem Rücken ganz anders und bewusster. Nimmst mehr Aufgaben wahr, erlebst die intensiver - sie haben mehr Bedeutung und du bewegst tatsächlich etwas.
Das war nach dem zweiten Weltkrieg hier auch so. Nach vorne und Hoffnung auf die Jugendlichen.
Was ist heute bei uns? Eine saturierte Gesellschaft, die gar keine Hoffnung braucht, weil sie alles schon hat, worauf Gesellschaften hoffen können. Einzelne haben vielleicht nicht alles - aber die meisten sind doch bestens versorgt. Niemand muss also sonderlich bewusst abhängige Hoffnung auf die Jugendlichen setzen. Denn bewusst benötigt - für Hoffnungskonzepte werden sie nicht. Und wie sieht es aus mit der Verantwortung? Viele Jugendliche in Deutschland hängen perspektivlos ab - sind in abgeschlossenen Kreisen für sich. Oder für sich zusammen mit ihrem PC. Hier ist es eher andersrum... in Deutschland versucht die mittlere Generation und die Politik Hoffnungskonzepte für Jugendliche zu entwerfen - sie zu beschäftigen - ihren Lebensweg zu planen... Bewegen? Revolutionieren? Wozu? Wer? Warum?
Appell: Seid trotzdem Beweger - denn sie werden früher oder später immer gebraucht!
Ich habe Kekse gebacken. Zusammen mit meinem Freund und meiner Familie. Und es war toll. Bisher, das einzige, außer dem Weihnachtsmarkt in Kassel, was mich in Weihnachtsstimmung versetzt hat. Wieso ist die Weihnachtszeit immer so stressig? Dabei ist Advent eigentlich doch eine Zeit zum Besinnen. Also nix mit Hektik, eigentlich. Eigentlich halt. Leider. Unistress lässt grüßen. Aber so soll es nicht sein. Will ich zumindest nicht. Also besser die Zeit einteilen, sich disziplinieren. Mal was schaffen und nicht nur trödeln. Schwierig, wenn man das Gefühl hat, dauernd eine Pause zu brauchen. Ich glaub ich mach mal ne Kerze an. Einfach mal ne Kerze an. Und warte auf Weihnachten. Warten ist doch etwas zum Besinnen.
Wenn man sich zofft und eigentlich gar nicht so genau weiß, warum... und wenn dann ein ganz komisches Gefühl zurückbleibt, was man kaum in Worte fassen kann... Irgendwie unheimlich, mulmig, sauer, unzufrieden, enttäuscht, wartend, gespannt, hoffend, ängstlich, neidisch - alles auf einmal. Am liebsten würde man einmal so richtig laut schreien und alles wäre wieder gut (traut man sich das wirklich aus vollstem Hals zu brüllen? Einmal hab ichs gemacht - da hat dann jemand zurückgebrüllt, aus dem 1km entfernten Dorf:)) . Aber meistens ist dann nicht alles wieder gut, vielleicht habe ich mich dann abreagiert... aber dieses traurige, leere Gefühl, das nicht alles so ist, wie es sein sollte, das bleibt doch hartnäckig an der letzten Windung meiner linken Gehirnhälfte hängen.
Meistens hilft dann nur reden, diskutieren bis das Gefühl endlich beschließt doch loszulassen und sich plötzlich in Luft auflöst. Dann kann man wieder durchatmen, sich freuen und sich wohl fühlen. Aber auch erst dann? Was mach ich denn, wenn jemand das nicht mit mir ausdiskutieren will? Dann muss ich mich auf mein Zwiegespräch - oder besser auf die Zwiediskussion - mit Gott verlassen. Aber er versteht mich ja auch... Ist das dann ein richtiges Versöhnen? Naja, auf jeden Fall kann ich all meine schlechten Gefühle bei ihm abladen. Das ist auch schon wirklich krass. Sollte man öfter mal tun, leider vergisst man es viel zu oft.
Komisch oder? Warum sind Menschen so? Eigentlich doch gut, oder doch nicht? Gefühle sind wichtig... Eigentlich wollte ich hier auch nur mal probieren dieses schlechte Gefühl mit Worten zu beschreiben. Ihr seht - das ist gar nicht so einfach...
Herbst... und alles ist bunt... habt ihr mal die genialen Farben draußen angeguckt? Gelb, Orange, Rot, Grün, Braun... in allen hell/dunkel Variationen... ein phantasievoller Schöpfer! Gestern gab es dazu noch eine dunkelblaue schon fast schwarzlilagraue Wolke... davor die tollen Blätterfarben und dann kam die goldene Herbstsonne raus und hat einen so klaren Regenbogen an den Himmel gezaubert, wie selten gesehen... und das alles auf dem Weg zur Mathevorlesung... Ist Gott nicht toll?
wir haben zu Hause jetzt ein Kaninchen. Das ist echt süß... in den letzten Wochen ist es so groß geworden, voll krass. Eigentlich gehört es meinem kleinen Bruder - aber mittlerweile ist der kleine zum Familienkaninchen avanciert... der heißt Rasmus. Früher hatte ich auch schonmal Kaninchen, die mussten wir aber immer nach dem Sommer wieder abgeben. Dies Kaninchen bleibt wohl länger hier wohnen. Es hat bisher noch gar keine Miete bezahlt. Aber es läuft schon fleißig auf unserm Balkon herum und frisst Mamas Blumen. Eigentlich wollte ich es auch nur Willkommen heißen... Herzlich Willkommen, Kananinchen ;)
Fantasie... darüber habe ich gestern nachgedacht... klingt ähnlich wie fantastisch... aber auch fanatisch hat eine gewisse Ähnlichkeit... vielleicht hängen die drei Wörter ja auch ganz eng aneinander... wer weiß, vielleicht brauch jeder Fantast ein wenig Fanatismus um fantasievoll zu werden.
Fantasie ist laut Albert Einstein auch wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Vielleicht sollte man mehr in seine Fantasie investieren...
also ich wollte ja berichten. Das Zeltlager war mal richtig zünftig. Mit Lagerfeuer, Geländespielen, Nachtwachen, Überfällen und 70 Jungs die voll bei der Sache sind. Küche und Programm hat Spaß gemacht und das Wetter war zwischendrin auch mal richtig gut. Also gerne wieder ;) Verletzte gab es auch kaum nur einmal n angebrochenes Schlüsselbein, dann gab es noch Platzwunden, einen Jungen mit extremen Nasenbluten, einen mit einer gebrochenen Nase und ein paar Schürfwunden und verstauchte Füße... so gut wie nix :)
Danach bin ich mit Lasse meinem Bruder, der mit war, zurück nach Cuxhaven gefahren und von da aus ging's nach Schweden. Da war herrlichstes Sommerwetter und alles echt nett. Haben uns ein Ruderboot gemietet sind zu den Inselchen gefahren und haben Nachmittags viele Ausflüge gemacht. Ich hab in einer Woche fast zwei dicke Bücher gelesen und die freie Zet richtig genossen. Sind viel durch die kleinen schwedischen Küstenstädtchen gebummelt. Nur ein bisschen viel Fahrerei war es und ein Bisschen laut. Wir sind immer extra über Berlin gefahren um meine Schwetser mitnehmen zu können. Aber für eine Woche Urlaub sind 3 Tage Autofahrt irgendwie ganz schön anstrengend. Auf der Rückfahrt waren wir die Nacht auf der Fähre nach Rostock... und wir haben, wie viele andere versucht in so einem out of order (bis auf einen automaten) Glücksspiel und Billardraum zu schlafen. Ein so ein komischer Schwede meinte leider von 11 bis 3 Uhr nachts rauchend an dem einen einzigen Automaten in dem Nichtraucherraum rumdadeln zu müssen. Dadadaaaaddaa düdeldidüh die ganze zeit der dumme Automat. Gewonnen hat er die nacht nicht ein einziges mal. Ich möchte nicht wissen wieviel Kronen er da verspielt hat. Aber alle anderen waren heilfroh als er um drei dann endlich gegangen ist und man schlafen konnte. Ich hatte schon ernsthaft überlegt mich mit ihm auf schwedisch und gebärdenprache anzulegen - habs dann aber doch gelassen. naja... so kanns gehen. Aber die Zeit in Schweden will ich trotzdem nicht missen.
Euch allen ne gute Zeit...
...ja also Pause mit bloggen, weil ich beim zeltlager mitarbeite... werde euch dann berichten. Danach bin ich noch in Schweden, davon berichte ich dann auch. Schöne Semesterferien euch allen. Gruß, Sonia